Flusskiesel-Sangha
Die Flusskiesel-Sangha hat sich Anfang 2025 gegründet. Sie steht auf dem Boden der Zen-Praxis der 16 Bodhisattva-Gelübde, bzw. des Verkörperns von Weisheit und Mitgefühl.
Die Zen-Lehrerin ist Susanne Jushin Dittrich Sensei. Einige der Sangha-Mitglieder leben in der Nähe von Susanne Jushin und können daher mit ihr öfter in Präsenz üben. Viele leben an anderen Orten und begegnen der Lehrerin und der Sangha meist online.
Die Flusskiesel-Sangha trifft sich regelmäßig gemeinsam per Zoom, zum Praktizieren, zum Austausch, Lernen und Reflektieren. Mindestens einmal im Jahr findet ein reines „Sangha-Retreat“ statt, neben den anderen, öffentlich ausgeschriebenen Retreats/Sesshins.
Es gibt einen Sangha-Rat, welcher sowohl für die Lehrerin, als auch die Sangha zusätzlicher Ansprechpartner für Sangha-Angelegenheiten ist. Die Mitglieder im Sangha-Rat sind jeweils erstmal für 2 Jahre dabei.
Zum Namen „Flusskiesel-Sangha“
Hier einige Gedanken dazu von Susanne Jushin Sensei:
Am Ufer der Isar entlang wandernd, sehe ich im frischen, klaren Flusswasser viele Steine liegen und kullern. Große, kleine, verschiedene Farben und Formen. Und ich denke an uns, an alle Lebewesen und an unsere Sangha – genauso sind wir im zeitlosen Fluss, darin völlig verbunden und zugleich ganz eigen… im Fließen ist da Leerheit, und zugleich ist Form, ist ein für sich getrennter „Kiesel“. Alles ist frisch, nie gleich. Tiefe Freude! Dankbarkeit!
Wie die Steine im Flussbett berühren wir uns in der Sangha gegenseitig, immer wieder: wir reiben und inspirieren uns, wachsen aneinander, wir transformieren und „runden“ uns. Ein Prozess, der nie aufhört und Ausdruck unseres Erwachens ist. So kann es passieren, dass wir immer wacher, lebenszugewandter, in sich ruhender und vor allem selbstvergessener werden! Wir kommen nach Hause an den Ort, an dem wir ja immer schon sind!
Und dazu ein paar Assoziationen aus der Sangha
Renée: „Jeder Kiesel ist anders und eigen. Wer weiß, woher er kommt, welche Wege er genommen hat und was ihn bis heute geformt hat. Jede und jeder Einzelne trägt eigene Rundungen und Ecken, Farben und Erfahrungen – und doch „kieseln“ wir gemeinsam im selben Fluss. Manchmal bleibt ein Kiesel lange an einem Ort, dann wird er wieder fortgetragen und findet sich an anderer Stelle wieder. Mal liegt er still im Dunkeln, eingebettet in einer kleinen Einbuchtung am Ufer. Mal glitzert er mitten im Strom und zeigt seine Strahlkraft. Mal trudelt er spielerisch mit den Fischen, um sich schließlich hinter einer alten Baumwurzel auszuruhen.
Das Wasser, das uns trägt, bewegt, wendet und erfrischt, ist der lebendige Dharma. Er ist da, wo auch immer wir uns befinden. Er meint jede und jeden Einzelnen – und doch uns alle zusammen.“
Barbara:
Flusskiesel glänzt still
Wellen flüstern Geheimnis
Zeit, sie tanzt am Ufer
Jeannette: „Alles fließt und ich fühle mich geborgen zwischen den Flusskieseln, die mich umgeben. Wir Kiesel berühren uns, werden uns manchmal aneinander reiben und so auch formen. Der Fluss mit seinem klaren Wasser trägt uns weiter, einzeln oder gemeinsam, Kiesel kommen hinzu, andere finden einen neuen Platz“.
Vroni: Für mich verkörpert der „Flusskiesel“ -Namen insbesondere folgende Aspekte unserer Zen-Praxis:
Die Summe aller Kiesel als Einheit / Ganzes, nicht getrennt voneinander (Verbundenheit). Und vor allem nicht getrennt von dem Dharma und dem Fluss des Lebens/ der pulsierenden Natur/ von allem, was existiert.
Die Vergänglichkeit von allem was ist und nicht ist. (Fluss, Leben, Tod)
Das Ineinandergreifen von Weichem und Festen und doch Nicht-Zwei…
Die Unterschiedlichkeit jedes/ jeder Einzelnen und zugleich der gemeinsame Weg
Galerie
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